Aktuelle Optimierungen zu 7ARRET gegenüber Vorjahren
Aus den Erfahrungen der zurückliegenden Jahre werden in 2010 einige Optimierungen vorgenommen. Diese betreffen vor allem die Wertungen und den jeweiligen Turniermodus. Die Ergebnisse sind auf der gesonderten Seite "Regeln / Wertungen" sowie Turniermodus detailliert nachzulesen.
Den langfristigen 7ARRET-Teilnehmern wird nachfolgend eine Erläuterung zu den Optimierungen und damit Änderungen zum bisher gewohnten Ablauf gegeben:
Neue Wertungen zu den Turniererfolgen
Wenn 50 Teams zu einem Turnier zusammenkommen, interessiert abschließend selbstverständlich, welches Team nun Sieger wurde. Und jeder wird nachvollziehen, dass dieses Team für diesen Turniertag sowieso, aber auch für die gesamte Turnierserie wichtige Wertungspunkte nach Hause bringt. Werden - wie bisher - nur die wenigen ersten Plätze mit Wertungspunkten für die Serie bedacht, während die immerhin auch noch relativ erfolgreichen Teams (etwa Platz 7 oder Platz 10) "leer" ausgehen, so kann es einem sehr leistungsstarken Team mit nur 1 bis 2 Turnierteilnahmen gelingen, rechnerisch schon den Sieg der gesamten Turnierserie errungen zu haben. Sinnvoller ist eine differenziertere Wertung, die auch Wertungspunkte für eine deutlich größere Zahl an "relativen Siegern" belohnt.
Die allermeisten Teams wissen schon beim heimischen Frühstück, dass sie sich ganz sicher nicht die Plätze 1 bis 5 erkämpfen werden. Mit diesem Bewusstsein reisen ca. 40 von 50 Teams zum Turnierort an. Die (Vor)-Freude zu einer Turnierteilnahme soll erheblich dadurch gesteigert werden, dass auch noch Platz 15 mit einem Wertungspunkt verbunden ist. Damit dürfte die Hoffnung auf eine dokumentierte Platzierung für mindestens 45 der 50 Teams gelten.
Die Wertungspunkte 15 (für Platz 1) bis 1 (für Platz 15) lassen es möglich werden, ein aus "Cracks" bestehendes Team mit nur 2 Turnierteilnahmen (= ca. 28 Punkte) durch mehrere Turnierteilnahmen mit Plätzen zwischen 15 und 5 eindeutig zu überholen.
"The winner takes it all...!" gilt für 7ARRET nicht mehr! Eher "The allrounder takes more - later !!" Gesetz der Serie!
Diesen Grundsätzen wird außerdem mit folgender Regelung Genüge getan: Für die Qualifizierung des abschließenden "Top 32"-Turniers müssen mindestens 4 Teilnahmen an den insgesamt 7 Einzel-Turnieren, darunter mindestens 1 Super-Mêlée, nachgewiesen sein.
Neue Turnier-Modi
Vielleicht liegt in dieser Optimierung die am meisten diskutierte Neuerung. Sie ergibt sich zwangsläufig aus dem weiterhin verfolgten Ziel von 7ARRET:
Für unsere 7Arret-Turnierserie entscheiden wir uns entsprechend unserem Selbstverständnis bei den Turnier-Modi für die Runden-Systeme und vermeiden die KO-Systeme. So können auch die Plätze nach "Platz1" relativ leistungsgerecht dargestellt werden, lassen gesicherte Wertungspunkte von 1 bis 15 je Turnier zu und ermöglichen außerdem ALLEN Teilnehmern eine Teilnahme bis zum Schluss des jeweiligen Turnier-Tages.
Mindestens 5 Spiele/Runden je Turniertag sollen sich aus folgenden Gründen ergeben:
- Turnierteilnahme bis zum Ende des Tages. Niemand muss frühzeitig ausscheiden: Frust-Vermeidung. Anreiz zum Wiederkommen.
- Möglichkeit zum Sammeln von Turniererfahrungen für weniger Erfahrene über möglichst viele Turnierrunden
- bei Formé-Turnieren Vermeidung der sehr zufallsbedingten Wertung bei K.O.-Modi zugunsten des leistungsbezogenen differenziertes Ausspielen aller Plätze von 1 bis 15
- bei Super-Mêlée-Turnieren die bevorzugte Wertung der Teamfähigkeit (hohe Rundenzahl bei ausgleichendem "Setzen" gleicht den bloßen Los-Zufall gut aus)
Punkte-Bonus für ausrichtenden Verein
Die engagierten Mitglieder der ausrichtenden Vereine müssen wegen der übernommenen Aufgaben zugunsten sehr zahlreicher anderer Vereine zwangsläufig auf das Sammeln von Wertungspunkten für ihren 7ARRET-Rang verzichten. Zum Ausgleich soll gelten: 2 Teilnehmer der Turnierleitung und/oder der Gastronomie-Verantwortlichen des ausrichtenden Vereins erhalten für diesen Turniertag je 7 Punkte gutgeschrieben.
Punkte-Bonus für Auswärtige
Einige Teilnehmer haben sehr lange Anfahrtswege, um zu einem eher an der Peripherie liegenden Austragungsort zu gelangen. Vielleicht neigen sie deshalb sogar zum Auslassen dieses Einzelturniers. Ausrichtende Vereine machen sich erhebliche Mühen, um ihre Gäste rundum zu betreuen, und sollen nicht aufgrund einer sog. Randlage über niedrige Besucherzahlen klagen müssen. Der Punkte-Bonus für Auswärtige soll bei längerer Anreise die Teilnahme-Motivation erhöhen. Sowohl Teilnehmern als auch Ausrichtern aus/in Randregionen sollen zusätzliche Anreize gegeben werden.
Weitere Punkte-Boni
Kinder, Jugendliche, Behinderte, Frauen, Ältere... - sie alle könnten mit einem zusätzlichen Bonus bedacht werden. Das Koordinationsteam möchte jedoch auf derartige Regelungen verzichten, weil eine generalisierte Umsetzung unmöglich wäre, wenn man damit nicht neue Schieflagen produzieren wollte.
Doping-Thema
Sicherlich das zweithäufigst diskutierte Thema! Die breitensport-orientierte Ausrichtung von 7ARRET erfordert nicht unbedingt die 100 %ige Beachtung der Anti-Doping-Regelung für Verbands-Turniere. Turnier-Teilnahme bei 7ARRET lässt den eher geselligen neben dem rein sportlichen Aspekt des Boule-Spielens erklärtermaßen zu und unterstützt auch diesen wichtigen Anreiz zum Boulespielen . Es darf gelacht werden... bei eeten un drinken! Insofern soll auch eine Zigarette außerhalb des Abwurfkreises oder ein Glas Bier in den Pausen nicht zur Ahndung führen, die Boulette zwischen den Kiemen schon gar nicht! Jedoch: Ein erkennbar Angetrunkener ist für fast alle Turnierteilnehmer eine sehr große Belastung, für Kinder und Jugendliche sowieso, auch für reinschnuppernde neugierige Anfänger spätestens dann, wenn dieses Phänomen gehäuft beobachtet wird, aber auch für Spielpartner, die nüchtern und mit gesundem Ehrgeiz erfolgreich im Team spielen wollen, etwa beim Super-Mêlée. Inhaber von DPV-Lizenzen sollten sich grundsätzlich während aller Pétanque-Turniere sowieso eher zurückhaltend verhalten! Alkoholisiert unsichere, grölende, pöbelnde und/oder Team-Chaoten sollen vom jeweiligen 7ARRET-Turnier ausgeschlossen werden! Jeder Teilnehmer sollte so nüchtern sein, dass er als Autofahrer bei einer denkbaren Polizei-Kontrolle die Erlaubnis zum Weiterfahren erhalten würde!
Siegerprämierung
7ARRET-Turniere sollen erfolgreichen Teams oder Einzelspielern bleibende Erinnerungen an ihre Siege ermöglichen. Finanzielle Prämien sind -
mit Ausnahme des Endturniers "Top 32" sowie "Küstenmasters" - zweitrangig. Für die Plätze 1 bis 3 werden Pokale verliehen, für alle Plätze von 1 bis 15 jeweilige Urkunden. Zusätzlich wird aus dem
verbleibenden Einschreibungsbetrag der nach Verrechnung für Auslagen (Pokale, Urkunden, Portoauslagen etc., Rückstellung Endturnier und Küstenmasters) verbleibende Betrag nach folgendem Modus für
die Plätze 1 bis 3 ausgeschüttet: 50/ 30/ 20 %. Der Auslagenbetrag wird rechtzeitig vor Turnierbeginn zwischen
Koordinationsteam und Turnierleitung ermittelt.
7ARRET 2011
Hamburg - Mecklenburg-Vorpommern - Schleswig-Holstein