Bei jedem Pétanque-Turnier finden sich "Runden".

 

Dennoch wird sinnvollerweise zwischen Runden- und KO-Systemen unterschieden. Für die Differenzierung zwischen beiden Systemen ist die implizierte vorrangige Absicht zur Verwendung des einen oder des anderen Systems:

 

KO-Systeme dienen der möglichst schnellen Ermittlung des Siegers, also des 1 Teams, das im Turnierverlauf nur Siege - ohne eine einzige Niederlage - für sich verzeichnen kann. Bei reinen KO-Systemen scheidet ein Team nach erlittener Niederlage sofort aus. Dabei ist es bedeutungslos, ob die Niederlage in der Begegnung mit einem weniger starken Team oder in der Begegnung mit dem späteren Sieger-Team erfolgt ist. Bei einem reinen KO-Turnieren scheidet die Hälfte aller Teams schon nach der ersten Runde aus. KO-Systeme wollen nicht die Leistungen der einzelnen Teams abbilden, sondern den Sieger ermitteln. Deshalb sind im gesamten Turnierverlauf Zufallsauslosungen zu den Begegnungen vorgesehen.

 

Runden-Systeme sehen eine feste Rundenzahl vor, die von allen Turnierteilnehmern gespielt werden. Ein vorzeitiges Ausscheiden ist nicht vorgesehen. Wie beim KO-System wird das Team als Sieger ermittelt, das in allen Runden siegreich war (oder auch nur die meisten Siege errungen hat). Zusätzlich werden auch die nachfolgenden Platzierungen mehr oder weniger leistungsgerecht ermittelt (im Extremfall sogar relativ sicher bis zum letzten Platz des Teilnehmerfeldes).